Alles über Bernstein

• Bernstein kann im Gegensatz zu Imitationen aus Kunstharz leicht angezündet werden und zeigt während des Brennens eine helle Flamme, die stark rußt. Dabei duftet er harzig-aromatisch. Nach dem Verbrennen bleibt eine schwarze, erhärtete Masse übrig. Der harzige Geruch entsteht, wenn Bestandteile des Steins, wie etwa die ätherischen Öle, verbrennen. Wegen des Geruchs wird er in einigen Kulturen, zum Beispiel in Indien, als Weihrauchersatz für religiöse Zwecke benutzt.

• Bernstein ist uraltes organisches Material. Anders als bei Versteinerungen fand beim Bernstein keine Umwandlung in kristallines Material statt. Der Bernstein, den wir heute in der Hand halten, ist die gleiche Substanz, die als Harz vor Jahrmillionen aus dem Baum austrat und dann erhärtete.

• Bernstein fasziniert die Menschheit seit tausenden von Jahren. Er wird aber nicht nur in der Kunst und für die Schmuckherstellung eingesetzt. Auch in der Medizin und in der Industrie findet er Verwendung. Zudem werden ihm magische Fähigkeiten nachgesagt.

• Rohbernsteins gibt es in verschiedenen Varianten: Schlauben entstanden, als Harz schubweise austrat und die vorherigen Harzablagerungen überdeckte. Zapfen entstanden aus Harztropfen, die vor dem Herunterfallen am eigenen Tropfenfaden erstarrten. Knochen nennt man eine Bernsteinsorte, die so viele mikroskopisch kleine Blasen einschließt, dass sie rahmweiß aussieht. Bastard wird eine Bernsteinsorte genannt, die von zahllosen Blasen derart getrübt ist, dass sie undurchsichtig und milchig wirkt. Es gibt den Bernstein in so ziemlich allen Größen, vom mikroskopisch kleinen Sandkorn bis hin zum Rekord-neun-Kilo Bernstein.



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