Alles über Bernstein

Stein mit vielen Namen
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Berliner Forscher haben in einem 100 Millionen Jahre alten Bernstein einen einzigartigen Fund gemacht. Sie haben einen räuberischen Pilz entdeckt, der seine Beute mit Hilfe von ausgelegten Schlingen einfing. Das berichtet die Webseite welt.de. Der einzigartige Fund belege, dass es bereits in Zeiten der Dinosaurier eine ausgeklügelte Fallentechnik gegeben habe. Der 100 Millionen Jahre alte Pilz stellte Fadenwürmern zur Zeit der Dinosaurier klebrige, ringartige Fallen und verdaute anschließend seine damit gefangene Beute. Bereits vor 100 Millionen Jahren hätten Pilze dicht unter der Erdoberfläche eine ökologische Nische genutzt, die es heute noch gebe.

Forscher Alexander Schmidt vom Naturkundemuseum, das zur Berliner Humboldt-Universität gehört, und seine Kollegen stellten ihren Fund im Journal „Science“ vor. Der Bernstein für die jüngste Untersuchung stamme aus dem Südwesten Frankreichs.

Die heutigen räuberischen Pilze, die auch in Europa im Waldboden oder in manchen Blumentöpfen wüchsen, hätten sich jedoch anders entwickelt und seien nicht mit der Urzeit-Variante verwandt. Die Fangmechanismen bei fleischfressenden Pilzen seien im Verlauf der Erdgeschichte mehrmals unabhängig voneinander entstanden, so die Wissenschaftler laut welt.de. Fadenwürmer jedoch gehörten noch heute zu beliebten „Nahrungsergänzungsmitteln“ der fleischfressenden Pilze, besonders in nährstoffarmen Böden.

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